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Biographie von Lindsay Lohan

In New York City erblickt Lindsay Morgan Lohan am 2. Juli 1986 das Licht der Welt. Ob ihre Eltern Diana (Ex-Wall Street-Analystin, inzwischen Lindsays Managerin) und Michael Lohan (Ex-Wall Street-Händler, später engagiert er sich finanziell in Hollywood) da schon eine Ahnung haben, welchen Ruhm dieses Kind schon in jungen Jahren ernten wird?

Schon mit drei Jahren steht sie als Werbe-Model das erste Mal vor der Kamera. Sechzig weitere Aufträge folgen bis zu ihrem 18. Lebensjahr (darunter Spots für Gap, Calvin Klein Kids, Pizza Hut und die amerikanische Burger-Kette Wendy's). Nebenbei schafft sie es als exzellente Schülerin (zu ihren Lieblingsfächern gehört Mathe) durch Junior und Senior High zu kommen. Fürs College reicht es dann allerdings nicht mehr, das Schauspielern geht nun über alles.

Ihren ersten Fernsehauftritt hat Lindsay 1993 in einem Halloween-Sketch mit David Letterman für den Fernsehsender NBC. Dafür muss sie sich gemeinsam mit anderen New Yorker Kids als Müll verkleiden. 1996 folgt die NBC-Fernsehserie "Another World", in der sie die Alexandra 'Alli' Fowler spielt.

Richtig heiß wird es für die kleine Lindsay, als im Januar 1997 Regisseurin Nancy Meyers auf sie zukommt: In der Film-Adaption des Erich Kästner-Klassikers "Das Doppelte Lottchen" soll sie gleich beide Zwillinge spielen. Der Walt Disney-Film "The Parent Trap" ("Ein Zwilling Kommt Selten Allein" kommt 1998 in die Kinos. Für ihr Talent erhält sie den Young Artist Award und ist außerdem für den Young Star Award sowie den Blockbuster Entertainment Award nominiert.

Im Jahr 2000 ist der Film "Life-Size", in dem Lindsay an der Seite von Tyra Banks spielt, im amerikanischen TV zu sehen. Außerdem mimt sie im Pilotfilm zu Bette Midlers Serie "Bette" deren Tochter. Als die Produktion der Serie von New York nach LA verlegt wird, steigt Lohan aus; sie möchte in NY bleiben. Anschließend steht sie für den Fernsehfilm "Get A Clue" vor der Kamera, der im Januar 2002 auf dem Disney Channel zum Film des Monats avanciert.

"Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag" heißt Lohans nächstes Projekt. Darin spielt sie die Tochter von Jamie Lee Curtis. Eines Tages wachen die beiden auf und stecken im Körper des jeweils anderen. Diese Komödie trägt enorm zu Lindsays Popularität und einer sprungartigen Steigung ihrer Gehaltskurve bei. Anscheinend ist sie dadurch nicht nur fürs Filmgeschäft attraktiver.

Auch ihre Karriere als Musikerin geht zu dieser Zeit steil bergauf. Kein Geringerer als der fünffache Grammy-Gewinner Emilio Estefan Jr. klopft im September 2002 bei Lindsay Lohan an. Der Produzent, Songwriter und Musiker möchte ihre Karriere fördern. Er ist sicher, dass er ihr einen Deal mit einer großen Plattenfirma vermitteln kann. Er ist es, der dem Hip Hop/R'n'B-Fan den Pop "mit einer rockigen Kante" auf den Leib schneidert. Ihr erster Song ist auf dem Soundtrack zu "Freaky Friday" zu hören, er heißt "Ultimate". Es folgen "I Decide", "A Day In The Life", "What Are You Waiting For" und "Drama Queen (That Girl)" für die Soundtracks zu "Plötzlich Prinzessin 2" und "Bekenntnisse einer Highschool-Diva", die beide 2004 in die Kinos kommen. Im zweiten Film ist Lindsay auch als Darstellerin zu sehen.

Ihr Debütalbum erscheint im Dezember 2004 in Amerika und im März 2005 in Deutschland. Estefan macht damit sein versprechen wahr: "Speak" kommt beim Major Universal heraus. Doch auch das Schauspielern kann das Arbeitstier Lohan nicht lassen. Die Folge: Wegen Erschöpfung muss die zierliche Lindsay Ende 2004 und Anfang 2005 zweimal ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Anfang 2006 legt Lindsay nach: Auf "A Little More Personal" verarbeitet sie in zwei Tracks tatsächlich persönliche Probleme mit ihrem Vater. Andere Titel widmen sich eher unbeschwert dem Mainstream-Poprock, Unterstützung bekommt sie dabei u.a. vom ehemaligen Evanescence-Gitarristen Ben Moody.

28.9.07 23:34, kommentieren

Biographie von LaFee

Die Jugend ist forsch. Die Jugend ist frech. Die Jugend ist frei. Fromme Wünsche? Ganz und gar nicht. LaFee, das Mädchen mit dem etwas märchenhaften Künstlerpseudonym, ist gerade mal 15 Jahre alt und erfüllt die drei genannten Prämissen mit spielerischer Leichtigkeit. Ein weiblicher Teenager in den rebellischen Jahren. Erfrischend unkompliziert. Nicht auf den Kopf gefallen. Und das Beste: Das Mädel rockt wie Hölle. Die Sujets ihrer Songs spiegeln alle möglichen Befindlichkeiten und Lebenssituationen wider, mit denen sich die Jugend von heute konfrontiert sieht. Brennpunkte einer Generation unter dem Brennglas der Popmusik. Geradezu klassisch – auch in punkto Rockriffs – „Virus“: ihre erste Single. Ein fulminantes Debüt mit provokanten Sprüchen und prächtigen Gitarrenseiten. Wer würde seiner Freundin nicht die Pest an den Hals wünschen, wenn diese einem den Freund ausspannt? Selten hat sich das Gefühl der Wut im Bauch so lustvoll und ohne Rücksicht auf Verluste in einem Popsong breit gemacht. Eine wahrhaftig ansteckende Mischung aus Zärtlichkeit und Härte. Leidenschaftliches Entree und Teenage-Rebellion für 2006. Kein Wunder, dass sich BRAVO und VIVA für LaFee begeistern.

Das Temperament habe sie einfach im Blut, sagt LaFee. Ihre Mutter ist Griechin und die hyperaktive Tochter posiert schon von Kindesbeinen an vor dem Spiegel, träumt früh davon, einmal so zu werden wie Britney Spears, auch wenn heute die großen Vorbilder eher Anastacia und Christina Aguilera heißen. LaFee steht schon mit zehn Jahren das erste Mal vor der Fernsehkamera, gefördert von ihrer Mutter, die mit ihrem Sprössling spontan ein Bewerbungsvideo dreht. Danach kommt es immer mal wieder zu kleinen Fernsehauftritten. LaFee schließt sich einer Schülerband an und singt sich in dieser kreuz und quer durch die Pop-Charts. Ihr Gesangstalent, ihre Lust an der Performance und ihre Ausstrahlung bleiben nicht lange unentdeckt. Produzent Bob Arnz nimmt sich der Newcomerin an und erarbeitet mit der jungen Sängerin, deren Stimme ein wenig an Nena erinnert, ein schlüssiges musikalisches Konzept: Die Songs von LaFee sollen unter die Haut gehen.

Auf ihrem Debütalbum packt LaFee mutig heiße Eisen an. Die unheilvolle Atmosphäre, die in „Mitternacht“ heraufbeschworen wird, versinnbildlicht ein solch prekäres Thema wie Kindesmissbrauch. LaFee äußerst sich über solche schwierigen Themen und die schonungslos offene Herangehensweise: „Ich kann leicht darüber singen, weil mir so etwas zum Glück noch nicht passiert ist.“ Sie kann sich offensichtlich sehr gut in die Situationen hineinversetzen, die in ihren Songs beschrieben werden. In „Prinzesschen“ seziert sie messerscharf die Charakterschwäche einer reichen verzogenen Göre; die Trennung von der Mutter „Wo bist du"inszeniert sie mit tiefer Inbrunst als Schrei nach Liebe; der Vater-Tochter-Konflikt „Lass mich frei" wirkt nicht minder authentisch. Das Aufbegehren gegen ein rigides Erziehungssystem „Verboten" ist zugleich ein Plädoyer für mehr Respekt gegenüber Jugendlichen. LaFee selbst hat recht liberale Eltern, gleichwohl räumt sie ein: „Ich kann zuhause auch nicht einfach mit einem Jungen antanzen.“ Bei allen Konflikten bleibt natürlich auch viel Raum für Liebe. Songs wie „Das erste Mal“ und „Sterben für dich“ (übrigens die einzige lupenreine Ballade des Albums) erklären sich da von selbst. Und in „Halt mich“ geht es um die ewige Suche nach Geborgenheit. „Was ist das“ beschreibt das Gefühl, wenn man so verliebt ist, dass man den Halt zu verlieren droht. Eine romantische Explosion mit hymnischen Synthesizerkaskaden.

Produziert wurden alle Songs von Bob Arnz, einem Erfolgsgaranten, der in den letzten Jahren sein Know-how schon auf 5 Millionen Tonträgern verewigt hat. In enger Zusammenarbeit mit seinem neuen Schützling hat er das Tableau für jeden Track entwickelt. Die beiden sind die ebenso schonungslosen wie offenherzigen Texte Zeile für Zeile durchgegangen, haben versucht die Songs klar und unmissverständlich zu strukturieren und so effizient wie möglich zu produzieren. Tatsächlich verfehlt auf dem Album kein Riff seine Wirkung. LaFees engelhafter Gesang, teuflisch rockende Gitarren und himmlische Keyboards geben sich hier ein ums andere Mal ein beseeltes Stelldichein. LaFee scheint aus jenem Holz geschnitzt, aus dem schon Märchen und Mythen wie „Die Schöne und das Biest“ hervorgegangen sind. Ein Grunge Girl auf dem Weg zur Femme fatale. Wir werden noch viel von ihr hören. Die Single „Virus“ ist erst der Anfang einer Popkarriere, die sich mit rasender Geschwindigkeit entwickeln könnte.

1 Kommentar 28.9.07 23:37, kommentieren



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